PARITÄTISCHE BuntStiftung

Als der Paritätische stiften ging… - Jahresempfang blickte auf zehnjähriges Bestehen der BuntStiftung zurück

Evemarie Schnepel

Neudietendorf,. 1. Februar 2018 Vor zehn Jahren hieß es beim Paritätischen Thüringen: Wir gehen stiften. Die Gründung der Paritätischen BuntStiftung hatte eine lange Vorlaufzeit. Daran erinnerte der frühere Landesgeschäftsführer des Verbandes, Reinhard Müller, beim Jahresempfang, der unter dem Motto stand „Zehn Jahre BuntStiftung – zehn Jahre Soziales gestalten und Engagement stiften.“ Die Förderung bürgerschaftlichen Engagements, die Gestaltung der sozialen Landschaft Thüringens und eine enge Verzahnung mit der Wissenschaft – das hatten sich die Mütter und Väter der BuntStiftung vor einem Jahrzehnt auf die Fahnen geschrieben. „Ziele erfüllt“, bilanzierte die Präsidentin der Stiftung, Evemarie Schnepel, in der Veranstaltung. Sie bezeichnete die Stiftung als „Motor und Antreiber“ zugleich, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen.


Der Weg hin zur Stiftung war aber nicht einfach. Viele juristische Hürden mussten genommen werden. Spannend war aber auch die Namenswahl, wie Reinhard Müller berichtete. Viele Ideen gab es, bis sich schließlich als Favorit der Name „Anstiftung“ herauskristallisierte. Allerdings ergab eine Überprüfung, dass genau dieser Name kurz vorher rechtlich geschützt war – und damit entfiel. „BuntStiftung“ erwies sich dann aber als ein adäquater Ersatz, weil der Name eben auch für Vielfältigkeit, Pluralismus, Vielseitigkeit steht – alles Beschreibungen, die auch zum Paritätischen passen, wie Moderator Hartmut Kaczmarek in der Diskussionsrunde unterstrich.
„Wir stiften an“ – der Slogan der BuntStiftung ist heute ebenso gültig wie vor einem Jahrzehnt, so Stefan Werner. Die BuntStiftung sei dazu da, Dinge anzustoßen, Dinge zu entwickeln, die „Sinn machen“. Und angestoßen hat die BuntStiftung in den vergangenen zehn Jahren vieles. Beispielsweise den Thüringer Kinder- und Jugendpreis, der gemeinsam mit der Sparkassen Finanzgruppe Hessen-Thürignen seit 2010 ausgeschrieben wird. Unter vielen thematischen Schwerpunkten konnten sich seither Kinder und Jugendliche mit ihrer Umwelt auseinandersetzen. Stefan Werner, der den Preis seinerzeit mit aus der Taufe gehoben hatte, erinnerte an die erste Ausschreibung unter dem Motto „Neugier trifft Erfahrung“ und das Motivbild dazu, bei dem ein kleiner Junge versucht, sich die viel zu großen Schuhe eines Erwachsenen anzuziehen.

Talkrunde beim JahresempfangAls einen „Motivationsschub“ für ehrenamtliches Engagement bezeichnete die Geschäftsführerin der Bürgerstiftung Jena, Heidi Scheller, eine andere Aktivität der BuntStiftung. Gemeinsam mit dem Landesverband wird jedes Jahr der Ehrenamtspreis des Paritätischen für herausragendes ehrenamtliches Engagement verliehen. Die Bürgerstiftung Jena ist einer der Preisträger der vergangenen Jahre. Heidi Scheller wünscht sich von der Politik noch mehr Unterstützung für Ehrenamtler, beispielsweise, wenn es um die Erstattung von Fahrtkosten geht.

„Ich wollte etwas für die Gesellschaft tun“. Mit diesem Satz, der spontanen Beifall hervorrief, begründete Robin Ludwig seine Entscheidung, vor dem Studium ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren. Im Kinderhospiz in Tambach-Dietharz lernte er, sich mit einem schwierigen Thema auseinanderzusetzen, aber auch nach Ende des FSJ-Jahres bleibt er der Einrichtung ehrenamtlich verbunden. „Dieses eine Jahr hat mir persönlich viel gegeben“, sagt der junge Mann heute. Er studiert jetzt in Erfurt „Internationale Beziehungen“, will sich aber auch weiter sozial engagieren. Die Freiwilligendienste, als deren Vertreter Robin Ludwig in der Runde seine Erfahrungen schilderte, sind ein weiteres Standbein der Paritätischen BuntStiftung. Pro Zyklus werden beim FSJ 100 Plätze in den verschiedensten sozialen Bereichen Thüringens vermittelt. Den Bundesfreiwilligendienst absolvierten mittlerweile mehr als 450 Frauen und Männer in den Mitgliedsorganisationen des Paritätischen.

Die Mitarbeitenden der BuntStiftung stellen sich immer neuen thematischen Herausforderungen. Das unterstrich Evemarie Schnepel in ihrer Rede. Als ein Beispiel nannte sie den Bereich der Personalentwicklung, der gerade vor dem Hintergrund eines sich verschärfenden Fachkräftemangels an Bedeutung gewonnen habe. Mit dem neuen Projekt „Personalentwicklung mit Wirkung“ nehme sich die BuntStiftung dieser Problematik an. Und für die Frage, wie man Ehrenamtler, vor allem für die Vorstandsarbeit, gewinnen könne, habe die BuntStiftung ein gemeinsames Forschungsprojekt mit der Ernst Abbe-Hochschule in Jena auf den Weg gebracht..

Die Dynamik der Veränderungen sei groß, so Stefan Werner. Es müssten immer neue Antworten auf neue Herausforderungen gefunden werden – kurz- und mittelfristig. Auf einige zentrale Themen des Jahres 2018 lenkte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Christian Stadali. das Augenmerk. Dabei gehe es um die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes, weitere Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel und die Erhaltung und den Ausbau der sozialen Infrastruktur in Thüringen.

Die BuntStiftung habe dabei immer „die Nase im Wind“, so Evemarie Schnepel. Die Mitarbeitenden verstünden ihre Arbeit als ein „Bündnis mit der Zukunft.“

 

Tags: BuntStiftung, Jahresempfang, Evemarie Schnepel

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Die Arbeit für die Mitgliedsorganisationen steht im Mittelpunkt

buntstiftung logoIm Rahmen ihrer bündelnden und gestaltenden Funktion übernimmt die BuntStiftung für alle PARITÄTISCHEN Unternehmen in Thüringen die Steuerung gemeinsamer Aufgaben und Prozesse. Es gibt ein breites Angebot zur Begleitung der Arbeit von Mitgliedsorganisationen des PARITÄTISCHEN.

Mehr zum Team Mitgliederbetreuung finden Sie hier:

https://www.paritaet-th.de/mitglieder/mitgliedsorganisationen/mitgliederbereich

 

 

Kinder- und Jugendpreis Thüringen

Kinder- und Jugendpreis 2017
Der Kinder- und Jugendpreis Thüringen ist ein Gemeinschaftspreis der PARITÄTISCHEN BuntStiftung und der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen. Dieser Preis wird seit 2010 mit wechselden Themen an Angebote und Projekte im Bereich der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Thüringen vergeben.