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„Der gute Geist, der über allem schwebt“: Olga Stopel hilft Flüchtlingen in Gotha Ehrenamtspreise des PARITÄTISCHEN Thüringen verliehen - Ehrenamtspreise des PARITÄTISCHEN Thüringen verliehen

Die Probleme, mit denen Olga Stopel jeden Tag konfrontiert wird, sind vielfältig. Ärger mit Behörden, Ängste um die Familie, Schwierigkeiten beim Sprachkurs. Olga Stopel betreut Flüchtlinge und Asylbewerber im Kreis Gotha – und zwar ehrenamtlich. Für ihr großes Engagement wurde sie, wie drei weitere Einzelpersonen und drei PARITÄTISCHE Projekte, am 26. November 2014 mit dem Ehrenamtspreis des PARITÄTISCHEN Thüringen ausgezeichnet. „Sie ist der gute Geist, der über allem schwebt“, sagt Ernst-Martin Stüllein, der Vorsitzende des Gothaer Vereins „L’amitié“, der sich die Hilfe für Menschen mit Migrationshintergrund in Stadt und Kreis Gotha auf die Fahnen geschrieben hat. Wenn Olga Stopel Frauen berät, die allein oder mit ihren Familien gerade erst nach Deutschland gekommen sind, dann weiß sie, wovon sie spricht. Denn Olga Stopel selbst kam 2005 als Aussiedlerin aus Altai in Russland nach Deutschland. Deshalb ist ihr die Hilfe für Frauen, die sich in einer ähnlichen Situation wie sie selbst vor zehn Jahren befinden, eine Herzensangelegenheit.

Ehrenamtliche wie Olga Stopel sind bei der Betreuung von Flüchtlingen und Asylbewerbern in Thüringen in zunehmendem Maß nötig. Denn die Zahl der Migranten steigt landesweit. Im Kreis Gotha gab es beispielsweise im Oktober 476 Asylsuchende und Personen mit Duldung. Nach dem Königsteiner Schlüssel werden noch etwa 200 Personen im Kreis Gotha erwartet. Menschen wie Olga Stopel, die wissen, wo es langgeht, die optimistisch bleiben, auch wenn die Situation manchmal aussichtslos erscheint, werden vor diesem Hintergrund in Thüringen dringender denn je benötigt. Auch das wurde bei der Preisverleihung in Neudietendorf deutlich.

Außer Olga Stolpe wurden als Einzelpersonen mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet:

  • Heide Wildauer aus Gotha für ihr großes Engagement in der Volkssolidarität und
  • Dirk Strauß für seine ehrenamtliche Tätigkeit im Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda.

Dazu gab es noch einen Sonderpreis für Petra Michels aus dem Saale-Holzland-Kreis, die die dortige Kreisgruppe des Paritätischen führt.

Ebenso wurden drei PARITÄTISCHE Projekte mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet:

  • Ein deutschlandweit einmaliges Kooperationsprojekt zur Förderung des Fußballs für Menschen mit Behinderungen. Partner sind der Thüringer Fußballverband, Vereine aus dem Bereich des Behindertensports und die Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Eines der vereinbarten Ziele ist eine Landesauswahl für Menschen mit Behinderungen.
  • Die Redaktion der Zeitschrift „ThuLPE“. Damit will der Landesverband „Psychiatrie-Erfahrener“ der Krankheit und den Betroffenen eine Stimme geben. Mit der Arbeit schuf das Redaktionsteam eine Plattform, auf der zahlreiche Psychiatrie-Erfahrene ihre Meinung kundtun konnten.
  • Der Ex-Inn-Landesverband Thüringen für sein Modellprojekt der Weiterbildung. Damit soll der Erfahrungsschatz von Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung als wichtiger Bestandteil in das bestehende Gesundheits- und Sozialsystem einbezogen werden.

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